Montag, 2. April 2007

"Fußballhimmel" über Berlin

Hier können Kicker aus Friedrichshain-Kreuzberg der wichtigsten Männerbeschäftigung nachgehen: Dem Fußballspielen. Auf dem Dach der Metro am Ostbahnhof entstand im letzten Jahr der begehrteste Fußballplatz des Bezirks, der "METRO Fußballhimmel". Man erreicht ihn erst nach dem erklimmen von rund 80 Treppenstufen - oder auch bequem mit dem Fahrstuhl.

Bestückt mit Umkleideräumen und einer Tribüne für 300 Besucher, bietet der 8.750 Quadratmeter große Kunstrasenplatz - das entspricht den Normen des Weltfußballverbands FIFA - ein Spielerlebnis der besonderen Art. Blick auf die Türme des Frankfurter Tors oder dem Alex inklusive, da kann man das Fußballspielen schon mal vergessen.

Der Platz auf dem Dach der Metro ist während der Öffnungszeiten - also bis ca. 22 Uhr - durchgehend zu erreichen. Meines Wissens wird die Belegung des Platzes für Fußballspiele durch den Bezirk geregelt.

Auf dem Dach der Metro befindet sich der attraktivste Sportplatz von Friedrichshain

Samstag, 31. März 2007

Zeit das sich was dreht

Das Riesenrad in Treptow langweilt sich ohne GästeSeit einiger Zeit zeichnet sich ja ab, dass Berlin - in der Nähe des Zoos - ein "Berlin Eye" bekommen wird. Was in London so erfolgreich läuft, funktioniert ja möglicherweise auch in Berlin. Bin da noch ein wenig skeptisch, aber vielleicht klappt es ja.

Tief im Berliner Osten - im Bezirk Treptow - steht noch weithin sichtbar eine normale Version der geplanten Attraktion: Das Riesenrad im Plänterwald, einst Bestandteil des Spreeparks in Treptow. Der Vergnügungspark ging vor ein paar Jahren Pleite, seitdem verrottet das Gelände.

Ein neuer Investor ist auch nicht in Sicht, so holt sich die Natur nach und nach das Gelände zurück. Man kann das Gelände einmal komplett umrunden, sollte aber seine Kinder nicht mitnehmen, die herumliegenden Dinosaurier stimmen doch schon sehr traurig.

So stand es einst auf der - immer noch erreichbaren Seite - des Spreeparks Plänterwald:

"... hier steigt Ihr hoch hinaus, um in vollen Zügen das Flair der Hauptstadt Berlin zu genießen. In 45 m Höhe habt Ihr einen unvergleichbaren Panoramablick bis zum Alexanderplatz."

Freitag, 30. März 2007

Stein auf Stein

Die Legogiraffe am Potsdamer Platz wirbt für das Lego-Discovery-CenterSeit diesem Wochenende gibt es eine neue Attraktion in Berlin, das "Legoland Discovery Center" im Keller des Sony Centers am Potsdamer Platz. Auf rund 5000 qm wurde Berlin in klein nachgebaut. So sieht man den Reichstag, den Dom und die Gegend rund um den Hackeschen Markt inklusive der Hochbahn.

Die Legogebäude wurden von den Profis im Dänischen Billund gebaut und mit dem LKW nach Berlin transportiert. Allein der Berliner Dom wiegt weit über 300 Kilogramm. Für die Kinder gibt es ein "Legoschlaraffenland", Legosteine ohne Ende, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn man dann noch etwas Schönes und vermeintlich Stabiles gebaut hat, kann man es ja mal auf dem Legoerdbebensimulator testen, bis zu welcher Stufe das Gebäude Bestand hat.

Der einzige Wermutstropfen: Der Eintrittspreis mit 14,50 € für Erwachsene und 13,50 € für Kinder ab 12 (von 3 bis 11 Jahren kostet es immerhin noch 11 €) ist nicht wirklich familientauglich und könnte eher abschreckend wirken. Die Kommentare auf einen Bericht im Tagesspiegel Online gehen auch schon genau in diese Richtung.

Donnerstag, 29. März 2007

Deutsche Bahn bereit für Teilprivatisierung 2008

Mitglieder von Attac protestieren gegen Börsenpläne der BahnMit dieser Meldung ging heute Berlins größter Arbeitgeber in seiner Bilanz PK auf das abgelaufene Geschäftsjahr ein und prognostiziert für die Zukunft weiteres Wachstum. Das ist natürlich sehr schön, schließlich bin ich ja auch Mitarbeiter dieses Unternehmens.

Ich bin mir zwar auch noch nicht wirklich sicher, ob und was eine Privatisierung für Auswirkungen hat, aber direkte Nachteile erschließen sich mir auf den ersten Blick nicht. Der Bund bleibt schließlich für lange Zeit weiterhin Mehrheitseigner.

Interessant ist der Fakt, dass der Bahnkonzern inzwischen fast 60 % seines Umsatzes mit der internationalen Logistik erwirtschaftet. Das ist für die klassischen Globalisierungsgegner wie ATTAC natürlich schwer nachvollziehbar und sie wünschen sich die Bahn wieder zurück als klassischen Personenbeförderer in Deutschland.

Ich denke aber diese Zeiten sind vorbei, das reicht heute definitiv nicht mehr, auch wenn man daran denkt auf der Schiene in Europa weiter zu expandieren. Ich denke da eher positiv.

Sonntag, 25. März 2007

Festung Europa

Am Europatag ist Berlin komplett in "grüner" HandHeute war das Zentrum in Berlin fest in Grüner Hand. Allerdings weniger tagespolitisch als ordnungspolitisch. Das beherrschende Bild waren grüne und blaue Uniformen und die dazu passenden Autos.

Zwischendurch aufgelockert durch schwarze - von Blaulicht eingerahmte - Autokolonnen , die gerade wieder einen der vielen Staatschefs mit ihrer Entourage durch Berlin zum Flughafen begleiteten, zur Abreise in ihre europäischen Heimatländer.

50 Jahre Europa: Ein inzwischen durchaus normaler Zustand, den unsere Kinder schon gar nicht mehr anders kennen. Um heute noch Grenzkontrollen kennenzulernen mit Kofferraum öffnen, oder sonstigen Schikanen, muss man in entlegene Teile der Welt fahren. 62 Jahre nach dem Krieg in Europa ein schon fast paradiesischer Zustand. Zumindest für diejenigen die sich glücklich schätzen dürfen in Europa zu leben.

Samstag, 17. März 2007

Mobilität

Über dem Alex schneiden sich die Spuren der FlugzeugeHeute nur ein kurzer Beitrag zum Thema Mobilität. Ich war auf dem Alex in Berlin - in Teilen immer noch eine große Baustelle - um ein wenig zu fotografieren. Dabei kamen mir zwei Verkehrsträger - zumindest symbolisch - vor die Linse von denen einer eine etwas schwierige Zukunft vor sich hat.

Wie geht es weiter mit der grenzenlosen Freiheit in der Luft? Zum einen tobt bereits heute eine Debatte über die CO2-Schädlichkeit des Flugverkehrs, umweltbewusste Flieger beruhigen ihr schlechtes Gewissen mit Spenden an Unternehmen wie "AtmosFair", zum anderen gibt es für Flugzeuge keine wirkliche Alternative zum Treibstoff Kerosin. Zumindest habe ich noch nichts von Elektroflugzeugen, oder etwas ähnlichem, gehört.

In der Zukunft wird es sicherlich wieder beschwerlicher sein in ferne Länder zu reisen. Dieses Privileg werden nur noch wenige Generationen für sich in Anspruch nehmen können. Dann wird Berlin einen großen internationalen Flughafen haben und niemand mehr der hier abhebt. Ich werde es vermutlich nicht mehr erleben. Meine Enkel sicher schon.

Samstag, 10. März 2007

Fotos für das Abibuch

Heute bin ich mit Sara und ihren Freundinnen durch Berlins Mitte gezogen, um Fotos für das Abibuch zu schießen. Das Wetter hat mitgespielt und am Ende lag die Ausbeute bei rund 700 Fotos. Damit war die Speicherkarte meiner DSLR zum ersten Mal komplett gefüllt ;-)

Die Session hat Super Spaß gemacht und die Mädels waren willige und interessante Fotomodels. Vom Berliner Dom, über die Anlagen am Hackeschen Bahnhof bis in die Oranienburger Straße und tief in die Hackeschen Höfe. Überall gab es etwas neues zu entdecken und als Hinter- oder Vordergrund in die Bilder einzubauen.

Jetzt hoffe ich nur, dass genügend Bilder geeignet sind, als Bestandteil der jeweiligen Abiseite zu fungieren, legt man doch damit ein Werk für die Ewigkeit vor, in das nur hineingehört, was ohne Fehl und Tadel ist.

Hier noch ein kleines Beispiel von der Brücke am Berliner Dom. Vielen Dank an Katinka, Cindy, Franzi und Sara (v.l.)

Ein Fotospaziergang mit Sara und ihren Freundinnen Foto: h|b

Sonntag, 4. März 2007

Achterwasser voraus

Mit den Fahrrädern unterwegs im Hinterland von UsedomDer Wettervorhersage trauend, haben wir uns heute 2 Fahrräder gemietet. Der Morgen war zwar noch trüb, aber die Regenwahrscheinlichkeit ging gegen Null, das sah vielversprechend aus.

Mit zwei Dreigangrädern ging es dann Richtung Karlshagen, unserem Lieblingsort auf Usedom. Als wir dort eine kurze Pause am Strand einlegten, konnten wir unsere Gesichter bereits in die warme Frühlingssonne halten.

Über den Hafen ging es dann durch das Hinterland auf Betonwegen entlang Richtung Usedomer Achterwasser. Manche Betonwege waren noch ganz gut befahrbar, manche eher eine Zumutung. Teilweise war die Stahlarmierung schon zu sehen, für Räder schon oft abenteuerlich.

Nach gut drei Stunden und rund 30 Kilometer hatten wir uns Brathering und Linsensuppe in der MS Libelle redlich verdient (Da sind wir ja inzwischen schon fast Stammgäste :-) Die Hintern taten uns weh und beim verlassen der Libelle waren unsere Beine wie Gummi. Wir sind nix mehr gewohnt, aber stolz die Tour geschafft zu haben.

Räder zurückgebracht und nochmal auf die Seebrücke zum Abschied. Heute ist unser letzter Tag, morgen gehts zurück nach Berlin. War ein superschönes Wochenende, richtig entspannend, aber auch mit ausreichender Bewegung. Ciao Usedom, bis bald wieder mal.

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Kommentare

Berlin Warschauerstraße...
Schöne Vorher-Nachher-Bilder. Wohne selber gleich um...
ISTQB (Gast) - 21. Jun, 09:54
Falsch
Es ist kein Seeadler auf dem Bild
JiggZ (Gast) - 11. Dez, 10:33
John
I really like your writing style, good information,...
Smithk712 (Gast) - 3. Jul, 15:00

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Zuletzt aktualisiert: 21. Jun, 09:54

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