Mittwoch, 25. April 2007

Klappe halten

Heute ist der Tag gegen Lärm - der International Noise Awareness Day. Seit 10 Jahren wird einmal im Jahr daran erinnert, welchen täglichen Lärmquellen wir ausgesetzt sind und wie hoch der allgemeine Lärmpegel inzwischen liegt.

Ca. 75% der Menschen in Deutschland beklagen sich über Belästigung durch zu laute Geräusche, an der Spitze stehen nach wie vor die Straßenverkehrsgeräusche (18% fühlen sich hochgradig belästigt), dicht gefolgt vom Fluglärm. Das ist seit Jahren bekannt.

Was kann jeder von uns tun? Achten Sie das Recht Anderer auf Ruhe und helfen Sie das Recht auf Ruhe zu schützen. Kontrollieren Sie sich selber bezüglich des Lärmes, den Sie verursachen. Machen Sie mit bei "Ein Tag gegen Lärm - International Noise Awareness Day", indem Sie "15 Sekunden Ruhe" an diesem Tag um 14.15 Uhr beachten. Psssssst.

Mehr zum Thema auf der Website von Tag gegen Lärm 2007

Tag des Lärms am 25.04.2007. Bus am Potsdamer Platz in Berlin

Netzwerk

Ich dachte heute morgen erst, es wäre eine Demo der Taliban auf dem Potsdamer Platz, die für eine vollständige Verschleierung der Frauen eintreten. Beim näheren Betrachten stellte es sich dann aber als eine Aktion von "medeor" heraus.

Auf der Website von medeor ist dazu folgendes Statement zu finden:

Eröffnung der Malaria-Kampagne am Africa Malaria Day

"Anlässlich des "Africa Malaria day" eröffnet das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk "action medeor e.V." am 25.April 2007 in Berlin seine Malaria-Kampagne, die in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für das malariabedingte Sterben der Menschen in Afrika wecken soll: Etwa alle 30 Sekunden stirbt ein afrikanisches Kind an den Folgen seiner Malaria-Erkrankung."

Wann wird bei fortschreitenden Klimawandel die Krankheit Malaria wohl das erste Mal in Europa auftauchen?

Moskitonetze schützen vor Malaria. Eine Aktion von "medeor" auf dem Potsdamer Platz in Berlin.

Dienstag, 24. April 2007

Auferstanden aus Ruinen

Jetzt isses wohl amtlich. Alle geben Geld, eine Kuppel soll es auch werden. Bleibt noch die Frage was oder wer dann rein darf, aber Berlin bekommt sein Stadtschloß.

Ich als Neuberliner stehe der ganzen Sache ja irgendwie skeptisch gegenüber. Warum muss mitten in eine Großstadt ein altes Gemäuer, was man im vorvergangenen Jahrhundert ursprünglich mal erbaut hat? Damit der Gesamteindruck stimmt?

Ich hätte als Pendant zum Lustgarten eine schöne große freie Fläche nett gefunden, von mir aus noch ein wenig künstlerisch gestaltet - Ideen gab es ja genug - aber nun kommt für runde 500 Millionen Euro (wohlgemerkt bis auf wenige Spenden sehr wahrscheinlich Steuergelder) ein barockes Monstrum mitten ins Herz von Berlin.

Wer's nachlesen will: Hier der Link zum Tagesspiegelbeitrag von heute

Für alle die den Durchblick haben möchten. Hier der aktuelle Blick vom Schloßplatz Richtung Alex. Spätestens ab 2010 so nicht mehr zu sehen.

Durchblick im Palast der Republik

Palast der Republik bei google:maps

Freitag, 20. April 2007

Abhängen, einmal anders

Durch einen Tipp meines Arbeitskollegen (Hallo Wolfgang) bin ich gestern mal auf dem Gelände des r.a.w. in Friedrichshain in der Revalerstraße vorbeigefahren, um zu schauen, was es dort mit dem Klettern so auf sich hat.

Dort gibt es einen alten Hochbunker den man mit der Bestückung von Griffen und dem Ausfräsen von Beton zu einem einzigartigen Kletterturm umgestaltet hat. Mit einer Höhe von insgesamt 18,70 Metern bietet er auf 700 qm 72 verschiedene Kletterrouten an. Die Schwierigkeitsgrade liegen dabei zwischen 3+ und 10.

Das sagt mir zwar alles nichts - bin ja auch keine Freeclimber - aber so steht es auf der Webseite www.derkegel.de. Die Website erreicht ihr, wenn ihr einfach das folgende Bild anklickt. Wer also nicht nur "abhängen" will, sondern zusätzlich auch noch etwas für den Adrenalinhaushalt tun möchte, dem sei diese Location wärmstens empfohlen.

Ein alter Bunker als Kletterlocation ausgebaut.

Der Kegel bei Google.maps

Weitere Infos zum Klettern in Berlin gibt es im KletterWiki:Berlin

Sonntag, 15. April 2007

Der Hauptstadtstrand

"A place to be", so wird Berlin inzwischen - laut einer neuen Studie - im Ausland eingestuft. In Berlin muss man einfach gewesen sein. Und wo ist der "Place to be" im Sommer in Berlin? Der "Capital Beach" mitten im Berliner Regierungsviertel.

In Sichtweite des "Bundespressestrandes" - der leider den Sichtkontakt zur Spree verloren hat - hat sich seit drei Jahren ein neuer "Beach" etabliert, der von seiner Lage her nicht zu toppen ist. Direkt im Spreebogen des Regierungsviertels und mit direktem Blick auf das architektonische Highlight "Berlin Hauptbahnhof" lässt sich auf unzähligen Liegestühlen entweder ein cooler Cocktail oder die übliche Latte gepflegt konsumieren.

Für die relaxten Besucher bietet sich immer Neues für das Auge, sei es die am Wochenende im Minutenabstand vorbeifahrenden Ausflugsdampfer mit neidisch herunterschauenden Passagieren, oder die Fußgänger und Radfahrer, die versuchen sich auf der Promenade an den Besuchern vorbeizuschlängeln. Im Hintergrund läuft dazu eine unaufdringliche Loungemusik. Für gepflegtes Abhängen in Berlin kenne ich momentan keinen besseren "Place to be" ;-)

Der Capital Beach im Spreebogen, gegenüber des Berliner Hauptbahnhofs

Capital Beach bei Google.maps

Samstag, 14. April 2007

Die Bäreninsel

Abseits vom Hype um Knut und dem Zoo gibt es in Berlin weitere Populationen von Bären, die von der Öffentlichkeit fast völlig unbeachtet ihr Dasein am märkischen Museum in Mitte fristen.

1939 entstand im Köllnischen Park der Bärenzwinger, nachdem die Stadt Berlin anlässlich ihrer 700-Jahrfeier 1937 vier lebendige Bären, zwei von der Partnerstadt Bern und zwei aus dem Berliner Zoo zum Geburtstag erhalten hatte.

Nachdem vorgestern der "amtierende Stadtbär" Tilo mit 17 Jahren eingeschläfert werden musste - er hatte Krebs - sind es jetzt noch 2 Bären, die in dem - aus meiner Sicht - viel zu kleinen Gehege leben: Schnute 26 Jahre alt und Maxi, 21 Jahre alt. Da beides Weibchen sind, wird es wohl erstmals eine "amtierende Stadtbärin" geben.

Der große Vorteil für Besucher: Man kann länger als 6 Minuten stehenbleiben und die Bären beobachten, auch wenn die "Show" sicher nicht ganz so aufregend ist wie bei Knut.

Einer der beiden Braunbären am Köllnischen Park in Belin-Mitte

Der "Bärenzwinger" bei Google.maps

Freitag, 13. April 2007

Erst Sommer dann Frühling?

Berlin, Sonne, 26 Grad, Freiburg, Sonne, 29 Grad, für das zweite Wochenende im April werden in Deutschland 30 Grad erwartet. Höchste Waldbrandstufe bereits in Brandenburg.

Mallorca, Regen, 18 Grad, Siracusa auf Sizilien, Bewölkt, 17 Grad, Teneriffa, Bewölkt, 20 Grad ....

Ist das jetzt irgendwie nur eine Anomalie, oder steckt da mehr dahinter? Ist nächstes Jahr wieder alles normal und wir haben wieder einen saukalten Winter wie er in Berlin üblich ist und einen verregneten Sommer, wie es in Deutschland üblich ist?

Wehrt sich das Klima auf so subtile Art und Weise, dass es uns davon abbringen will mit Flugzeugen in wärmere Gefilde zu flüchten? Was machen wir wenn - wie bereits von Meteorologen prognostiziert - bei uns im Sommer längerfristig Temperaturen um die 40 Grad normal werden?

Wir werden am Ende dieses Jahres zurückblicken und schaun, ob es ein klimatischer Ausrutscher war, oder ob wir bereits mitten drin stecken, im Klimawandel. Bis dahin geniessen wir das schöne Wetter und das Danaergeschenk "Sommer im April"

Am Strausberger Platz in Berlin blühen rund um den Brunnen die Tulpen.

Strausberger Platz bei Google.maps

Dienstag, 10. April 2007

Landverschickung

Jedes Jahr zu Ostern ein ähnliches Bild in Berlin (obwohl, eigentlich ist es wohl Weihnachten genauso) die Berliner - zumindest die "Neu-Berliner" - fahren dahin, wo sie einmal hergekommen sind und die Stadt füllt sich im Gegenzug mit Touristen. Laut Presse war es dieses Ostern wohl extrem. Die Hotellerie ist schlichtweg begeistert.

Einer der Hauptverursacher der Touristenschwemme muss wohl wieder Knut gewesen sein. Allein knapp 100.000 Besucher über Ostern. Wahnsinn. Als wir Ostersonntag mit dem ICE Berlin in Richtung Frankfurt verlassen haben, waren die Schlangen am Seiteneingang unübersehbar.

Mist, und ich habe immer noch kein Foto von ihm. Wahrscheinlich klappt das erst, wenn er tumb mit dem Kopf wackelnd da steht, wo sich seine restlichen Artgenossen im Zoo auch aufhalten. Aber dann will ihn wohl auch niemand mehr sehen. Ist ja dann nicht mehr süüüüß. Seine Kumpels in der freien Wildbahn ersaufen derweil, weil ihnen die Eisschollen ausgehen.

Naja, wie auch immer, jetzt kommt ein temporärer Link um bei Technorati Profile gelistet zu werden. Mal sehen ob es klappt.

Und Knut krieg ich auch noch ;-)

Sonntag, 8. April 2007

Der Polizei ein Osterei

Das war einer der Slogans die wir früher auf den Ostermärschen skandiert haben. Neben so lustigen Sprüchen wie "Leute werdt munter, kommt endlich runter", oder "Nachbar lass das glotzen sein, komm herunter reih dich ein". Irgendwie klingt das heute etwas peinlich, anachronistisch und nicht mehr ganz zeitgemäß.

Sind das die Ostermärsche insgesamt gesehen auch? Der Tenor geht ja in den letzten Jahren dahin, die Beteiligung wird immer dünner. Die diesjährigen Ostermärsche richten sich gegen die Beteilung von deutschen Soldaten im Ausland, aber kann man sich mit ruhigen Gewissen in Afghanistan raushalten?

Die pazifistische Grundhaltung orientiert sich ja daran, dass man einem militärischen Aggressor mit anderen Mitteln als bewaffnetem Widerstand beikommen kann. Daran konnte ich damals zumindest teilweise glauben. Aber ob das auch gegen den subtilen Terror von Taliban hilft, die einfach nur ein Volk unterdrücken?

Friede, Freude, Eierkuchen ... und ein frohes und friedvolles Osterfest.

Das "Blumenei" im Berliner Hauptbahnhof

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Kommentare

Berlin Warschauerstraße...
Schöne Vorher-Nachher-Bilder. Wohne selber gleich um...
ISTQB (Gast) - 21. Jun, 09:54
Falsch
Es ist kein Seeadler auf dem Bild
JiggZ (Gast) - 11. Dez, 10:33
John
I really like your writing style, good information,...
Smithk712 (Gast) - 3. Jul, 15:00

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Zuletzt aktualisiert: 21. Jun, 09:54

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