Dienstag, 24. Juli 2007

Alle Jahre wieder

Die Warschauer Brücke ist wieder mal dran. Im Sommer, wo nicht zuviel los ist - vorausgesetzt die Lokführer streiken nicht - startet die Stadt wieder mal einen neuen Versuch, das Problem der in die Brücke eingebetteten Straßenbahnschienen in den Griff zu bekommen. Normalerweise verläuft über die Straßenbahnschienen die zweite Verkehrsspur für Autos.

Bisher ist jeder Versuch gescheitert. Nach kurzer Zeit musste der Fahrbahnteil der über die Schienen führt, wieder gesperrt werden, da durch die Belastung der Asphalt rund um die Schienen aufsprang. Vielleicht haben sie ja diesmal die richtige Lösung ;-) Die Verlängerung der Straßenabhn über die Warschauer Brücke erfolgte übrigens erst im Jahr 2000. Seitdem gibt es allerdings auch die Probleme mit dem Straßenbelag.

Bauarbeiten auf der Warschauer Brücke

Freitag, 20. Juli 2007

Affentheater in Berlin

Heute am späten Nachmittag ein merkwürdiges Bild rund um den Potsdamer Platz - drei Affen tobten zwischen aufgeschreckten Touristen und heimeilenden Businessangestellten umher und spielten "Affentheater". Der Zweck der Aktion erschloss sich mir nicht direkt, außer Affengebrüll konnte man dieser Aktion nichts entnehmen. Wer was weiß, kann es ja im Kommentar aufklären.

Primaten erobern Berlin
Zwei der scheuen Geschöpfe konnte ich schnell vor die Linse bekommen.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Im Leben nicht!

Mit diesem markigen Ausruf kommentiert die GDL jedes ihr vorgelegte Angebot von Arbeitgeberseite. Ob von den der "großen" Bahn, oder von der kleinen ODEG, immer heisst es: "Der Arbeitgeber wäre gut beraten, ein entsprechendes Angebot vorzulegen. Einen Abschluss auf Basis des bisherigen Angebots wird es nicht geben – im Leben nicht!"

Was immer das jetzt auch heissen mag, führt es jedenfalls in Kürze dazu, dass die meisten Bahnmitarbeiter eine nicht unerhebliche Gehaltserhöhung plus einer Einmalzahlung bekommen, wogegen die in der GDL organisierten Mitarbeiter sich lediglich per Urabstimmung erstmal hinter ihren Gewerkschaftsvorsitzenden stellen sollen.

Ob das nach der heutigen Forderung der GDL von jetzt mindestens 31% Lohnerhöhung - bis jetzt waren es immer "bis zu..." klug ist, muss jeder für sich entscheiden. Man wird allerdings das Gefühl nicht los, dass sich hier jemand mit aller Macht auf dem Rücken der - ihm anvertrauten - Arbeitnehmer profilieren will. Ob das Verständnis - das ja bis jetzt durchaus spürbar war - bei Unbeteiligten und den Reisenden bei den immer abenteuerlicheren Forderungen noch lange anhält, darf sicherlich bezweifelt werden.

Man kann den Bogen auch überspannen. In einem offenen Brief an den Bahnvorstand gerieren sich die GDL Mitglieder - bzw. der GDL Vorstand - als verfolgte und unterdrückte Minderheit und konstruieren eine Verschwörungstheorie der allerfeinsten Sorte. Viel Feind viel Ehr. Jungs, kommt einfach zur Besinnung.

Verhandlungen gescheitert

Montag, 16. Juli 2007

Klima fällt heute aus

Nicht nur, dass uns das Klima allgemein zu schaffen macht, auch der Bahn macht es bei zu großer Hitze Probleme. Heute in Form einer ausfallenden "Klimaanlage" im ICE von Berlin nach Köln. Auf halber Strecke nach Hannover strandeten die Reisenden außerplanmäßig in Wolfsburg zum Luftholen auf dem Bahnsteig, da Wagen für Wagen die Klimaanlage ausgefallen war. Ein "Reset" war wohl nur im Stand möglich.

Zuerst gab es kalte Getränke, aber nach den sich immer häufiger wiederholenden Durchsagen des Zugteams war klar, dass ein Totalausfall bevorstand. Netterweise kam kurz nach dem Stopp der IC nach Amsterdam, so dass die Reisenden die in Hannover umsteigen wollten, den Zug wechseln konnten und dort auch mit viel Glück ihre Anschlüsse bekommen konnten. Ein aufgeregtes kleines Mädchen, dass mit ihrer Mutter unterwegs nach Mannheim war, versuchte schluchzend ihre Mutter davon zu überzeugen, dass nächste Mal doch lieber mit dem Auto zu fahren. Dem Klima zu Liebe.

In der Hitze gestrandet
Links der gestrandete ICE, rechts der rettende IC

Donnerstag, 12. Juli 2007

Dinosaurier

Die richtigen Dinosaurier kann man natürlich erst ab morgen im Museum für Naturkunde in Berlin sehen. Die sind allerdings auch schon lange ausgestorben. Ganz im Gegensatz zu denen, die man momentan in den Arkaden am Potsdamer Platz bewundern kann.

Die Aktion "California Dream Cars" zeigt noch bis zum 14. Juli amerikanische Strassenkreuzerlegenden der 50er und 60er Jahre, bestückt mit viel Chrom und gewaltigen Heckflossen. Beim Betrachten von quadratmetergroßen Motorhauben kann man sich gut vorstellen, dass alleine beim Anlassen des Autos ganze Gallonen von Benzin durch den Vergaser röhren. Echte Dinosaurier eben. Zapfsäulen sind übrigens integraler Bestandteil der Ausstellung ;-)

Wie Al Gore letztens in seiner Doku gut vermittelte, hat sich der "American Way of Drive" leider bis heute erhalten, so dass die amerikanische Autoindustrie meilenweit hinter den Umweltstandards anderer Länder hinterher hinkt. Laut eigener Einschätzung benötigen GM, Pontiac und wie sie alle heissen mindestens weitere 11 Jahre um allein auf den Stand zu kommen, den China - gerade erst in der Modernen angekommen - bereits heute hat.

Lack und Chrom
Hab das Bild mal etwas größer eingestellt, so kommt die "schiere Wucht" irgendwie besser rüber ;-)

Dienstag, 10. Juli 2007

Strike!

Die Ärmsten der Armen - so bezeichnete jüngst ein Gewerkschaftsfunktionär die Eisenbahner in den unteren Gehaltsklassen. Er meinte das natürlich nicht generell - so schlecht stehen die Bahner jetzt im Vergleich auch nicht da - sondern eher im starren Tarifgefüge einzelner Berufsgruppen innerhalb der Bahn.

So ist es jedem Angestellten im Büro möglich durch geschickte Bewerbungen - entsprechende Leistung vorausgesetzt - sich im Konzern nach oben zu arbeiten. Das schlägt sich letztendlich auch beim Gehalt nieder. Wenn Lokführer oder Fahrdienstleiter in "ihrem" Job voran kommen wollen, ist die Endstufe aber relativ schnell erreicht, und wenn man sich nicht ganz ungeschickt anstellt ist das mit Mitte/Ende 20 der Fall. Was dann?

Zwei Möglichkeiten: Man verlässt die Lok oder das Stellwerk und versucht einen Bürojob zu bekommen - auch wenn einem der Beruf Lokführer vielleicht sogar Spass macht und man es gerne bleiben würde - oder man akzeptiert sein Schicksal und ungeachtet irgendwelcher Fortbildungen oder besonderen Leistungen bleibt man die nächsten 40 Jahre mit dem selben Gehalt auf der Lok oder im Stellwerk.

Das ist im Grunde auch das Problem, um das sich momentan alles dreht. Leider wird es durch die 31% Forderung der GDL am Thema vorbei konterkariert. Letztendlich geht es um ein nicht zeitgemäßes Tarifgefüge innerhalb des Bahnkonzerns.

Die S-Bahnen fahren wieder.

Sonntag, 8. Juli 2007

Mehr Wärme, mehr Regen

Und Fernsehen bildet doch. Nach der - durchaus auch witzigen - Al Gore Doku zum Klimawandel, weiß ich doch jetzt zumindest, warum es bei uns momentan dauernd schüttet. Die Klimaerwärmung heizt auch die Meere auf und aufgeheizte Meere verdunsten mehr Wasser. Mehr verdunstendes Wasser = mehr Wolken. Mehr Wolken = Mehr Regen. Eigentlich logisch. Wenn dann die Tiefs im Uhrzeigersinn wirbeln - was sie in unseren Breitengraden immer tun - wird fleissig Wasser über dem Meer aufgesogen und über Land wieder abgeworfen. Fazit: Wir werden nicht verdursten, dafür aber vielleicht irgendwann ertrinken ;-)

Samstag, 7. Juli 2007

Heute ist "Weltrettungstag"

Aus aktuellem Anlass - auf allen Kontinenten versuchen heute Rock- Pop- und sonstige Stars die Welt zu retten: "Live Earth - SOS - Save Our Selves", die Klimakampagne von Al Gore - heute wieder mal was über das Wetter. Ist ja immer ein dankbares Thema.

Mit meinen Beiträgen im Frühjahr dieses Jahres war ich vielleicht doch ein wenig vorschnell. Wir erleben zur Zeit nicht gerade den angenommenen "heißen" Sommer, der ja folgerichtig auf diesen irrsinnigen Frühling folgen sollte. Eher haben wir eine Regenperiode die einen manchmal an Monsun denken lässt.

Kachelmann antwortete mal in einem Tagesspiegelinterview vom 8.4.2007 auf die Frage nach "Was ist Klima" mit folgendem Beispiel:

Meine Oma hat viele Jahre lang in Berlin in der Hoeppnerstraße 171 gewohnt. Die Älteren haben in dieser Straße gern mit einem Kissen unter den Armen aus dem Fenster geschaut. Wenn diese Menschen das über dreißig Jahre lang tun, dann erleben sie Klima. Wer nur mal kurz aus dem Fenster guckt, der erlebt Wetter. Wenn jemand eine Woche lang aus dem Fenster hängt, der erlebt Witterung.

Klima ist also ein sehr vielschichtiges Thema und wir - die wir nur in kurzen Lebensspannen denken - können das gar nicht recht erfassen. Vielleicht müssen wir einfach länger aus dem Fenster schauen, um es wirklich zu begreifen. Ach nee, geht nicht, heute Abend läuft im TV noch "Eine unbequeme Wahrheit" von und mit Al Gore. Müssen wir Schauen, dem Klima zuliebe ;-)

Regen über regen

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Kommentare

Berlin Warschauerstraße...
Schöne Vorher-Nachher-Bilder. Wohne selber gleich um...
ISTQB (Gast) - 21. Jun, 09:54
Falsch
Es ist kein Seeadler auf dem Bild
JiggZ (Gast) - 11. Dez, 10:33
John
I really like your writing style, good information,...
Smithk712 (Gast) - 3. Jul, 15:00

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Zuletzt aktualisiert: 21. Jun, 09:54

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