Freitag, 1. Juni 2007

Ab durch die Mitte

Durch "Westbesuch" motiviert, wandelten wir heute mal wieder auf den Pfaden der Touristen. Das Wetter war ideal um mal wieder die Stadt von der Wasserseite aus zu besuchen. Macht man ja sonst nicht so oft ;-) Zuerst wartetet wir also am "Museumshafen", weil dort laut Anschlag um 10.20 ein historischer Dampfer zur Citytour aufbrechen sollte. Leider tat er uns den Gefallen nicht, so dass wir etwas murrend Richtung Dom aufbrachen.

Dort bekamen wir 5 Plätze auf dem Oberdeck - wo auch sonst - und so konnte die "klassische" Brückenfahrt durch Berlin beginnen. Hatte ich schon mal irgendwo erwähnt, dass Berlin mehr Brücken ...? Hatte ich schon? Okay, dachte ich mir ;-)

Vorbei an den Highlights des zentralen Berlins ging die Tour bis kurz hinter das "HdKdW" - diese Abkürzung hab ich bewusst heute auch zum ersten Mal wahrgenommen - dahinter verbirgt sich aber nichts anderes als die "Schwangere Auster" bzw. das "Haus der Kulturen der Welt", um dann zu drehen und zurück zum Dom zu fahren. Gut zu beobachten: Bei schönem Wetter bilden sich auf der Spree schon mal gerne Schiffsstaus, da alles im Wasser ist, was nicht sofort untergeht.

Hat Riesenspaß gemacht, sogar Denise konnte sich auf der ersten Etappe begeistern, danach war die Suche nach dem Schiffskapitän oder das Erforschen des Schiffsbauches interessanter. Ist mit zweieinhalb Jahren aber auch verständlich. Durch die Kindeinfangversuche habe ich zwar auch nicht mehr so viel gesehen, aber man macht das ja auch hauptsächlich für die Besucher ;-)

Kritischer Blick
Kein Blick für den fantastischen Hauptbahnhof

Donnerstag, 31. Mai 2007

"Mitm Fahrrad nicht inn ersten Wagen!!"

Mit dem Spruch hatte schon die alte "Kackbratze" Kurt Krömer immer einen Lacher. Der - meist in schroffem Ton vorgebrachte - Spruch der U-Bahn Fahrer über die Lautsprecher sollte die Radfahrer davon abhalten, den Ausstieg der Fahrerkabine mit Fahrrädern zuzustellen. Weiß gar nicht, ob es das heute so noch gibt.

Gewünscht hätte ich es mir heute morgen im dichtesten Berufsverkehr auf der S-Bahn Stammstrecke. Und nicht nur für den ersten Wagen, sondern für alle Wagen. Es ist superschönes Wetter - also eigentlich Radfahrwetter - die S-Bahnen sind, aus welchen Gründen auch immer, gestoppte voll - die Reisenden ohne Fahrrad passen schon kaum noch rein - aber das kann einen echten Berliner Radfahrer nicht erschüttern.

Da werden rücksichtslos die Räder in den Einstiegsbereich gequetscht, Knöchel mit den Pedalen zerschrammt, Ellenbogen mit dem Lenker verbeult, ey gehts noch? Ich hab ja Verständnis wenn draussen das Schmuddelwetter herrscht und die armen Studis von der Uni nicht im Regen nach Hause fahren wollen. Aber sowas ist echt die Härte. In Frankfurt war es so, dass im Berufsverkehr die Fahrradmitnahme grundsätzlich ausgeschlossen ist. So weit muss man ja nicht gehen, aber ein wenig Einfühlungsvermögen müsste auch bei Radfahrern vorhanden sein. Wollja.

Räder in der S-Bahn

Hier siehts schon etwas entspannter aus. War nach dem Umstieg in die Nord-Süd S-Bahn.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Home, Sweet Home

Heut morgen ging alles dann ganz schnell, wir waren die Gruppe "Green two" und hatten uns um 8.15 Uhr in der Rendezvous Square einzufinden zwecks Ausschiffung. Nachdem wir um 7 Uhr bereits vom Frühstück zurückkamen, hatte man unser Zimmer schon komplett wieder auf "Start" gebracht. Hatten nicht mal gewartet, bis wir endgültig rauswaren. Treulose Tomaten. Nach "Lightblue one" und "Purple four" waren wir dann endlich auch an der Reihe und konnten das Schiff völlig stressfrei und ohne Hektik verlassen. Das war sie also, unsere erste Kreuzfahrt und vermutlich auch unsere Letzte.

Gestern Abend haben wir das letzte 5 Gänge Menü noch einmal genossen, das Essen gehörte wieder mal in die Rubrik "Hervorragend", unsere "Graduates" an die Zielpersonen gebracht und uns dann von unseren "Mittischlern" verabschiedet. Die Gruppe war nach allgemeiner Einschätzung aller ein echter Glücksgriff gewesen. Und ... alle am Tisch sprachen deutsch, wenn auch manche etwas langsamer (die Schweizer). Ulla und ich sind dann noch zu einem Absacker in die Bar und haben uns zum Abschluss ein großes Heineken gegönnt.

Acht Tage auf einem "Floating Hotel" - den Begriff für ein Kreuzfahrtschiff setzte gestern noch unser "Assistent Waiter" Marcus - haben ein ganz eigenes Lebens- und Zeitgefühl entwickelt. Alles läuft insgesamt irgendwie etwas langsamer und gemächlicher ab. Das Gefühl verschwand allerdings augenblicklich beim Eintritt in die reale Welt, z.B. beim Betreten des "ICE International" ab Amsterdam. Gedränge, Geschubse, hektische Platzsuche, kreischende Kinder, man wird sofort zum Zivilisationshasser ;-) iPod raus, Kopfhörer auf, Augen zu, dann gehts.

Hiermit endet der Reisebericht unserer "8-Tage-Norwegen-Fjord-Kreuzfahrt" mit der "Century" und der "Celebrity X Cruise". Die Beiträge werden bis zum Wochenende noch mit entsprechenden Bildern versehen, damit das Gefühl noch etwas besser rüberkommt. Wir waren laut Schiffsprotokoll rund 3000 Kilometer unterwegs und haben dabei an 6 "Ports of Call" ab- und angelegt. Es hat uns super gefallen, aber unsere nächsten Unternehmungen werden wieder etwas individualistischer ausfallen.

Der 8. Tag der Kreuzfahrt auf der Century

Mittwoch, 16. Mai 2007

Ruhetag

Heute nur eine schnelle Meldung. Gestern abend war es sehr feierlich, alle wieder schick, Gruppenfotos mit den Tischkellnern, Fotos auf der Treppe, gemeinsames Singen von "Auld Lang Syne", Vorstellung fast aller dienstbarer Geister auf dem Schiff und zum Abschluss "Licht aus" und Hereintragen der Kuchen mit Lichterglanz. Halt wie aus dem Fernsehen. Das "Grand Buffett" haben wir nur kurz bestaunt, der Andrang war riesig.

Heute zeigt sich das Seewetter noch mal von der besten Seite, Sonne satt vom Himmel, die Haut brennt inzwischen merklich. Wir konnten unsere Suitenveranda noch mal richtig ausnutzen und mussten uns nicht mit dem "Pöbel" um Deckliegen schlagen ;-) Muss man aber eh nicht, da es davon Unmassen gibt. Aber kuschelig zu zweit in der Sonne auf der eigenen Veranda, das hat schon was.

Zwischendurch kommt der Butler vorbei und fragt, ob es denn noch etwas sein darf, Kaffee, Kuchen, Canapes oder vielleicht ein Sekt, schon sehr dekadent das. Apropos Butler, heute ist "Graduate Day". Gestern Abend bekamen wir Umschläge für unsere direkten Geister - immerhin stolze 6 an der Zahl - die alle nach einem ausgeklügeltem System Trinkgelder erwarten.

Netterweise hilft einem die Schiffsleitung dabei etwas und bucht - wenn kein Widerspruch erfolgt - die entsprechenden Beträge auf das Gästekonto und händigt uns dafür sogenannte "Voucher" aus. Die kann man jetzt mit einem netten Briefchen und einem kleinen "Special-Tip" ergänzen und dann den Betreffenden aushändigen. Ist wohl auch so was wie ein Ritual, aber auch fester Bestandteil des Arbeitslohnes. So, jetzt gehts ans Koffer packen. Morgen früh um 8.15 wird ausgecheckt. So long. Schee war's.

Der letzte Tag der Kreuzfahrt auf der Century

Dienstag, 15. Mai 2007

Hachelschlach und Sonnenschein

Bergen zeigt sich heute von seiner Aprilseite. Alle Wettererscheinungen in kurzer Zeit hintereinander. So nutzen wir die Sonnenfenster um Bergen zu erkunden. Bergen ist die zweitgrößte Stadt in Norwegen, aber das interessante, das alte Bergen liegt rund um den Hafenbereich, sehr praktisch. Hier finden sich die bekannten "Bryggen", die alten Handelshäuser, das Hansemuseum, die Deutschen hatten zur Zeit der Hanse hier einen wichtigen Stützpunkt, und die Hafenfestung mit der "Hakonhall".

Ein unbedingtes Muss ist die Fahrt mit der schienengestützen Seilbahn, der "Floyenbahn", auf den Floyen, den Aussichtspunkt von Bergen in rund 400 m Höhe. In ein paar Minuten wird man für 70 NOK, rund 8 EUR, nach oben gezogen und kann einen fantastischen Rundblick über Bergen und die sich anschließende Landschaft geniessen. Oben hatten wir wieder ein längeres Sonnenfenster, so dass wir nach der Fotosession von der Aussichtsplattform, auf einer Bank die Sonne geniessen konnten.

Zurück im Hafen mussten wir uns schnell was zum unterstellen suchen, es schneite und hagelte gerade durcheinander. Über die Festung sind wir dann nach 3 Stunden Landausflug wieder zurück aufs Schiff: "Coffeetime". Es gibt - wie jeden Nachmittag - leckeren Kuchen und Kaffee soviel man möchte.

Heute müssen wir uns aber etwas zurückhalten, um Mitternacht steht "Le Grand Buffett" auf dem Programm. Der Dresscode zum abendlichen "Farewell Diner" mit Kapitänsbeteiligung steht auf "formal" und es gibt Hummer und ähnlich Extravagantes (Gestern gabs u.a. Froschschenkel, ist ja eigentlich nicht PC, habs aber trotzdem mal gegessen ;-)

Das nächtliche "Le Grand Buffett" darf dann erst eine halbe Stunde per Defilee bewundert und fotografiert werden - wird also sicher sehr kunstvoll - anschließend kann man es auch essen. Die Kreuzfahrterfahrenen schwärmen schon von Scampibäumen und Schokobrunnen mit Früchten. Bin mal gespannt.

Wenn es so weit ist, sind wir schon seit 6 Stunden auf Südkurs. 531 Seemeilen, oder 2 Nächte und einen Tag trennen uns noch von Amsterdam. Man kann jetzt schon sagen, dass es ein einmaliges Erlebnis war. Schiff, Besatzung, Land und Wetter, alles zusammen eine wunderbare Mischung, eine völlig andere Art von Urlaub. Morgen also noch mal einen ganzen Tag auf See, dann heisst es Koffer packen. Aber bis dahin geniessen wir erst mal weiter unsere "Celebrity X Cruise" mit der "Century".

Der 7. Tag der Kreuzfahrt auf der Century

Montag, 14. Mai 2007

Wendepunkte

"Hello, this is your Captain speaking to you from the bridge". Mit diesen Worten begrüßt der griechische Kapitän Nicholas Pagonis jeden Morgen seine Passagiere und teilt ihnen mit, dass die Century angelegt hat und durch die "local authoritys" freigegeben wurde. Ab dann kann das Schiff verlassen werden.

Heute morgen heisst der Hafen Alesund, der auch gleichzeitig Wendepunkt unserer Fjordkreuzfahrt ist. Hier hatten wir im letzten Jahr vom "Aksla" - dem Hausberg von Alesund - auch die Century liegen sehen. Allerdings noch ohne uns an Bord. Diesmal haben wir den "Aussichtsberg" zu Fuß erstiegen, 418 Stufen steil bergan. Die Aussicht belohnt aber die Mühe und die weichen Knie.

Gestern Nacht haben wir noch bis gegen halb 12 in der "Hemisphere Lounge" im Bug der Century bei Sekt und "Long Island Ice Tea" die lange Ausfahrt aus dem Sognefjord beobachtet, knapp 4 Stunden Norwegen "at it's best". Richtig dunkel wurde es nicht. Am Horizont war es die ganze Zeit leicht rötlich, es geht auf Mitsommernacht zu. Wenn wir heute ablegen, geht es wieder auf Südkurs, Richtung Amsterdam, über Bergen, wo wir den morgigen Tag verbringen werden. See you there.

Der 6. Tag der Kreuzfahrt auf der Century

Sonntag, 13. Mai 2007

Paradiesische Zustände

Im Moment fällt es echt schwer zu beschreiben wie wir uns gerade fühlen. Es ist kurz nach 14 Uhr und wir liegen auf dem Sonnendeck der Century, die seit heute morgen in Flam vor Anker liegt. Auf dem Sonnendeck sind es gefühlte 30 Grad, die Sonne knallt vom Himmel und rund um uns herum hat es schneebedeckte Berge, die direkt aus dem Fjord wachsen. Ein paar Möwen kreischen, die Bäume sind hier frühlingshaft grün, Urlaub total.

Nach einem ausgiebigen Morgenspaziergang und dem obligatorischen Postkarten schreiben nach daheim, hatten wir gerade lecker "Motherday"-Kuchen und sind jetzt total entspannt und relaxt. Berlin und Arbeit sind - nicht nur gedanklich - Seemeilen entfernt. Gerade haben wir noch den iPod zu Hilfe geholt und hören Snow Patrol. Passt irgendwie. So, das soll erst mal reichen, vielleicht gibts noch einen Nachschlag. Ansonsten morgen wieder aus Alesund, dem nördlichsten Punkt unserer Tour. So long.

Der 5. Tag der Kreuzfahrt auf der Century

Samstag, 12. Mai 2007

Klischee über Bord

Ich gebs ja ungern zu, aber auf der Century finden sich kaum Exemplare von älteren, dünn- und rosahaarigen alleinreisenden Witwen aus Florida, die das Geld ihrer Ex-Männer auf Kreuzfahrten durchbringen. Nix, nada, echt enttäuschend. Heute morgen beim Frühstück - während wir langsam in den Hafen von Stavanger einliefen - saßen wenigstens ein paar klassische Amerikaner neben uns. Lady: "Oh, isn't that lovely, so pittoresk, i love this country, Darling look!". Darling: "Grmmphh".

Ansonsten war Stavanger heute okay. Wir wollten gerne eine Fahrt in den Fjord machen, Prejkestolen von unten anschauen, aber das Fjordschiff fuhr a) erst um 12 Uhr und b) für gut dreieinhalb Stunden. Das war uns zeitlich etwas zu Joker, da die Century um 16 Uhr pünktlich wieder ablegen wollte. Die verstehen da echt keinen Spass. Wer es nicht rechtzeitig an Bord schafft, muss sehen wie er im nächsten Hafen das Schiff wieder erreicht.

So sind wir ein wenig durch den "pittoresken" Ort geschlendert, haben zukünftige Ehepaare beim "Junggesellenabschied" beobachtet und uns am schönen blauen Himmel über "Gamle Stavanger" gefreut, der Altstadt von Stavanger. Neben der ankerte die Century praktischerweise so dicht, dass ich von dort aus Ulla auf unserem Bordbalkon fotografieren konnte. Die Tour durch den Fjord haben wir uns jetzt für 2010 vorgenommen.

Seit fast 2 Stunden sind wir jetzt wieder unterwegs auf dem Weg zu unserem dritten Stop: Flam. Dort sind wir morgen den ganzen Tag. Heute Abend ist wieder "Show" im "Grand Theatre" und um 20.30 (Second Seating) unser abendliches 5 Gang Menü. Heute Casual. Der dritte Abend übrigens mit Gesang zum Nachtisch: Happy Birthday. Wir haben scheinbar den Geburtstagstisch bekommen. Um uns rum ist es aber ähnlich. Kein Abend ohne mindestens 3 - 5 Gesangseinlagen mit anschließendem Kuchen für Alle (am Tisch). In diesem Sinne - Happy Anniversary for everyone. So long.

Der 4. Tag der Kreuzfahrt auf der Century

Suche

 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Followgram.me

Google +

Facebook

Twitter

Aktuell auf Twitter

Archiv

Februar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
 
 
 
 

Kommentare

Berlin Warschauerstraße...
Schöne Vorher-Nachher-Bilder. Wohne selber gleich um...
ISTQB (Gast) - 21. Jun, 09:54
Falsch
Es ist kein Seeadler auf dem Bild
JiggZ (Gast) - 11. Dez, 10:33
John
I really like your writing style, good information,...
Smithk712 (Gast) - 3. Jul, 15:00

Status

Online seit 7003 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Jun, 09:54

Credits

Google Analytics



Architektur
Arm
Bahn
Bahnhöfe
Die Woche
Event
Fotografie
Geschichte
Intro
Kiez
Klima
Kultur
On Tour
Outro
Politik
Sexy
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
development